Allgemein Archive - Wir für Menschen e.V.

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Zeitungsartikel „Verein macht Namen alle Ehre“

Die Wetterauer Zeitung (Link) und die Frankfurter Neue Presse (Link) haben den folgenden Artikel zu unseren Vereinstätigkeiten veröffentlicht:

Florstadt (sl). Die Florstädter Hilfsorganisation Wir für Menschen (WfM) unterstützt seit dem verheerenden Tsunami in Südostasien im Dezember 2004 Waisenkinder auf Sri Lanka. Aus einem ersten Waisenhaus für Mädchen und Jungen sind inzwischen vielfältige Angebote erwachsen. Doch auch regional engagieren sich die Mitglieder, wenn Menschen unverschuldet in Notsituationen geraten sind oder Hilfe und Unterstützung aus dem Netzwerk von sozialen Einrichtungen benötigen.

Was im Kinderdorf alles zu tun ist
Dieser Tage haben drei WfM-Vorstandsmitglieder die Einrichtungen auf Sri Lanka besucht und mit den Betreibern die nächsten Maßnahmen und Aktionen durchgesprochen. Vorsitzender Andreas Drescher, sein Stellvertreter Hans-Werner Gierhardt und Beisitzer Hans-Walter Reuss wurden mit Liedern und Tänzen herzlich empfangen, wie sie berichten. Danach sprachen sie mit Father Nirmal Pathum, dem Nachfolger des verstorbenen Father Frank, und Merrill Fernando, Vorstandsmitglied des Betreibervereins Salani, der seit 2005 als Ansprechpartner für Wir für Menschen fungiert.

Konkret ging es um das Kinderdorf Thummodara für 40 Mädchen, das Kinderheim für zehn Jungen in Sodotha und das Vovational Training Center Rajakadalua, wo Kinder aus der näheren Umgebung auf das Berufsleben vorbereitet werden. Hier soll mit Unterstützung von Wir für Menschen eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung errichtet werden. Die Kosten von 10 000 bis 12 000 Euro sollen sich nach vier bis fünf Jahren amortisiert haben.

Die Fertigstellung von sanitären Anlagen im Kinderdorf, ein Erweiterungsanbau für das Jungencamp und die Suche nach Ausbildern für das Training Center bestimmten die Gespräche.

WfM hilft zudem Menschen in der Region, wenn deren Notsituation den Voraussetzungen der Vereinssatzung entsprechen oder wenn es um sinnhafte Projekte gibt. So kam es dieser Tage vor dem Florstädter Rathaus zu einer Spendenübergabe, als deren Gastgeber Bürgermeister Herbert Unger fungierte. WfM-Kassenwart Bastian Drescher überreichte im Namen des Vereins einen Scheck über 10 000 Euro an die Schwestern Magdalena Kühne und Verena Filius. Sie sind Mütter von fünf Kindern und hatten im vergangenen Jahr alle Spielplätze der Stadt mit Eltern, Bürgern und den politischen Gremien in Augenschein genommen. Dabei sammelten sie Kritik, Wünsche und Verbesserungsvorschläge, um sie dann Bürgermeister Unger, der Verwaltung, dem Bauhof, den Fraktionsvorsitzenden und den drei Bürgermeisterkandidaten zu präsentieren. Aus ihrer privaten Initiative und der Petition an die Politiker ist inzwischen der Verein Florstädter Kindergruppen geworden.

Im Stadtparlament ist im Januar das Thema Umbau des Ober-Florstädter Spielplatzes zu einem inklusiven Angebot auf Antrag der SPD beraten und mit Ergänzungen aus den Fraktionen von CDU und Grünen zu einem gemeinsamen Antrag umformuliert worden, der dann einstimmig angenommen wurde.

Inklusiver Spielplatz soll 2025 entstehen
Das Projekt habe Leuchtturmcharakter bei der Inklusion von Kindern und Menschen mit Handicap für die gesamte Wetterau, waren sich die Parlamentarier einig. Denn inklusive Spielplätze suche man in der Wetterau vergebens. In Bad Vilbel werde der inklusive Spielplatz erst noch geplant, nur in Karben gebe es einen Spielplatz mit einer Inklusionsschaukel.

Als Standort wurde der Spielplatz in Ober-Florstadt auserkoren, der günstig am Radweg R4 gelegen ist und über einen Bolzplatz und die Grillhütte verfügt. Die Umsetzung ist für nächstes Jahr geplant. Von dem Projekt können Generationen von Kindern und Eltern profitieren, ist man sich im Vorstand von WfM sicher.

Trotz der Zusage für Zuschüsse und Fördermittel hat die Stadt noch eine beachtliche Summe beizusteuern. Da komme die 10 000 Euro-Spende wie gerufen, sagte Bürgermeister Unger. Entsprechend erfreut und dankbar zeigte er sich, ebenso wie das Schwesternpaar, das mit Bastian Drescher persönlich bekannt ist.

Das Spendenkonto des Vereins Wir für Menschen ist eingerichtet bei der
Sparkasse Oberhessen, IBAN: DE76 5185 0079 0095 0124 34.

Weitere Informationen zum Projekt „Spielplätze für ALLE in Florstadt“ finden sich hier:
Facebook-Link

Sir-Lanka-2024

Vielen Dank an den Author des Artikels Stephan Lutz.

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Zeitungsartikel „Vorstand im Amt bestätigt“

Die Frankfurter Neue Presse hat den folgenden Artikel veröffentlicht (Original-Link):

Florstadt (lut). Mit einem unveränderten Vorstand geht die Florstädter Hilfsorganisation »Wir für Menschen« (WfM) in eine neue Amtsperiode. Die Mitgliederversammlung bestätigte jetzt den kompletten Vorstand um den Vorsitzenden Andreas Drescher im Amt. Hans-Werner Gierhardt bleibt somit stellvertretender Vorsitzender, Bastian Drescher Rechner und Sina Drescher Schriftführerin.

Wiedergewählt wurden auch die Beisitzer Frank Ulrich, Hans-Walter Reuß und Helge Velten.

In seinem Jahresbericht legte Vorsitzender Drescher das Hauptaugenmerk auf das Kernprojekt und den ursprünglichen Gründungsgrund des Vereins, das Kinderheim auf Sri Lanka. Im vergangenen Jahr war es erstmals möglich, über eine Online-Schaltung nach Sri Lanka Kontakt mit Father Nirmal Pathum und Merril Fernando zu haben, zwei wichtigen Größen der humanitären Hilfe vor Ort. Father Pathum ist der Nachfolger des im September 2022 verstorbenen langjährigen Ansprechpartners Father Frank Tissera.

Fernando fungiert seit der Vereinsgründung 2005 als ehrenamtlicher kaufmännischer Leiter des lokalen und gemeinnützigen Vereins »Salani«, mit dem WfM zusammenarbeitet. Beide bedankten sich für die nunmehr 18-jährige Unterstützung, die sich zunächst auf das Kinderheim in Lunuwilla fokussierte. Inzwischen betreiben »Salani« und WfM das Kinderdorf in Thummadora und das Weiterbildungszentrum in Arachchikattuwa, wo Kinder auf die Zeit nach der Schule vorbereitet werden. Mittlerweile gibt es einen dritten Standort nahe Thummodara, wo Father Frank ein Grundstück geerbt hatte. Dort werden derzeit elf arme Kinder im Alter von sieben bis 16 Jahren betreut. Drescher kündigte dort beim nächsten Vereinsbesuch in diesem Jahr eine Besichtigung an.

Investition in Photovoltaikanlage
Investiert werden soll in eine Photovoltaikanlage im Kinderdorf, um die Stromkosten auf null zu senken, und in die Erweiterung der sanitären Anlagen. Der Vorsitzende sagte zudem, dass wieder 2000 Euro für Weihnachtsgeschenke und eine kleine Weihnachtsfeier überwiesen wurden. Dreschers Fazit zum Sri Lanka-Einsatz: »Wir sind sehr froh darüber, dass sich unser ursprüngliches Engagement und die Investition seit dem Jahr 2005 nach dem Tsunami als richtig erwiesen haben und wir nach nunmehr 18 Jahren konstruktiver Zusammenarbeit mit dem lokalen Hilfsverein ›Salani‹ viel für arme Kinder erreichen konnten.«

Der Vorstand erbringt zudem lokale Beratungsleistungen, unter anderem zur Selbsthilfe oder mit Fachwissen aus den bestehenden Netzwerken. Das geschieht aktuell im Vogelsberg und in der Wetterau, zuvor bereits im Ahrtal nach der Flutkatastrophe sowie für Kinder in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz.

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Jahresbericht 2023

Verehrte Mitglieder, Spender, Förderer und Freunde unseres Vereins,

am 14. Dezember hat unsere diesjährige Jahreshauptversammlung stattgefunden. Wir möchten das in Verbindung mit dem nahenden Jahresende zum Anlass nehmen Euch/Ihnen einen kurzen Statusbericht, insbesondere im Hinblick auf unser Waisen-/Kinderheim in Sri Lanka, zukommen zu lassen.

Zuvor noch einmal ein paar Stichworte zu unserm Vereinszweck laut Satzung. „Wir für Menschen“ steht für:

• Selbstlose Hilfe im Sinne der Satzung: schnell, direkt, unbürokratisch
• Hilfe in Form von Geld aber auch Taten (Netzwerk)
• Sorgfältige Auswahl und Qualifizierung
• Offenheit und Ehrlichkeit
• Jegliche Mitarbeit ist ehrenamtlich, keine indirekten Kosten (außer Steuerberater)
• Konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. Diakonie, Caritas, VdK,…)
Der Schwerpunkt bei der Jahreshauptversammlung liegt auf dem Kernprojekt (und dem ursprünglichen Gründungsgrund des Vereins), dem Kinderheim in Sri Lanka.

In diesem Zusammenhang werden erstmalig Father Nirmal Pathum und Merrill Fernando online aus Sri Lanka zugeschaltet (20:00 – 20:30 Uhr, dort ist es 00:30 Uhr am Freitag morgen).

Father Pathum ist der Nachfolger von im September 2022 verstorbenen Father Frank Tissera und Merrill Fernando langjähriger kaufmännischer ehrenamtlicher Leiter des lokalen gemeinnützigen Vereins Salani und WFM Ansprechpartner seit 2005.

Zunächst bedanken sich beide recht herzlich für die nunmehr 18 jährige Unterstützung, insbesondere beim Bau des ursprünglichen Heimes in Lunuwila und alle danach folgenden Erweiterungen im Kinderdorf Thummodara (hier leben ca. 45 Kinder) und im Weiterbildungszentrum (Vocational Training Center) in Arachchikattuwa bei Chilaw (hier werden sie auf die Zeit nach der Schule vorbereitet).

Es gibt jetzt einen weiteren Standort in der Nähe von Thummodara. Dieses Grundstück hatte Father Frank von einer Dame geerbt. Dort leben im Moment 11 arme Kinder zwischen 7 und 16 Jahren um die sich eine Betreuerin von Salani kümmert. Bei unserem nächsten Besuch Anfang Februar 2024 werden wir uns das ansehen und besprechen wie es dort weitergeht.

Es gibt Planungen für eine Photovoltaik Anlage im Kinderdorf. Damit könnten die monatlichen Stromkosten auf Null gesenkt werden und möglicherweise sogar noch Geld durch Einspeisung erwirtschaftet werden.

Weiterhin müssen im Kinderheim dringend die sanitären Anlagen erweitert werden um eine Trennung von Mädchen und Jungen zu gewährleisten und einen Mindeststandard zu erreichen.

Father Pathum ist u.a. auch Lehrer und legt hohen Wert auf eine fundierte Ausbildung der Kinder. Durch neue Strukturen und seine Erfahrungen als Lehrkraft setzt er hier neue Akzente.

Wir für Menschen hat auch dieses Jahr wieder Geld (2.000 Euro) für die Kinder für Weihnachtsgeschenke, eine kleine Weihnachtsfeier und was sonst noch so benötigt wird überwiesen.

Am 22.01.2024 werden wieder drei Vorstandsmitglieder (Hans Werner Gierhardt, Hans Walter Reuss, Andreas Drescher) nach Sri Lanka reisen und sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort machen. Neben dem Treffen mit den Kindern werden in erster Linie die anstehenden Projekte, Erweiterungen und Verbesserungen (siehe oben) besprochen. Die Reise wird selbstverständlich zu 100% privat finanziert, dem Verein entstehen keinerlei Kosten, wie auch schon bei all den zurückliegenden Besuchen.

Die Lage in Sri Lanka insgesamt ist seit längerem sehr angespannt. Es kommen mehrere Faktoren zusammen, neben der vergangen Corona Pandemie sind es auch die wirtschaftliche Situation und politische Unruhen. So hat sich der Kurs der Rupie zum Euro in 2023 mehr als halbiert. Sri Lanka findet in Anbetracht der aktuellen weltweiten Krisen keine sonderliche Beachtung.

Wir sind sehr froh darüber, dass sich unser ursprüngliches Engagement und die Investition im Jahr 2005 nach dem Tsunami als richtig erwiesen hat und wir nach nunmehr 18 Jahren konstruktiver Zusammenarbeit mit dem lokalen Hilfsverein Salani viel für arme Kinder erreichen konnten.

Alle hier auf dem Verteiler sind jederzeit herzlich eingeladen das Kinderheim zu besuchen, z.B. in Verbindung mit einem Urlaub auf der wunderschönen Insel Sri Lanka.

Und außerhalb Sri Lanka?

Im Bedarfsfall und wenn es unserer Satzung entspricht, helfen wir aber auch in anderen Notsituationen außerhalb Sri Lankas. An Beispielen wie der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vom Juli 2022 kann man sehen, wie schnell eine unvorhersehbare kritische Situation eintreten kann, wie gut sich unsere Satzung dann anwenden lässt und wie wichtig es ist ein finanzielles Polster zu haben mit dem man sofort und unbürokratisch helfen kann, was hier mit sofortiger finanzieller Unterstützung getan haben.

Weitere Fälle bei denen wir geholfen (z.B. schwerbehinderte Kinder in Mecklenburg-Vorpommern und auch in der Wetterau) betreuen wir weiter.
Der Vorstand und Mitglieder erbringen auch weitere Beratungsleistungen, bzw. Hilfe zur Selbsthilfe, so z.B. aktuell in der Wetterau und im Vogelsberg. Oftmals reicht da schon das jeweilige Fachwissen in Kombination mit den bestehenden Netzwerken.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei Euch/Ihnen allen für die Unterstützung jeglicher Art und wünschen ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allen Dingen viel Gesundheit.

Andreas Drescher
1. Vorsitzender
Im Namen des gesamten Vorstandes

P.S. Im Anhang findet Ihr/Sie ein aktuelles Mail von Father Pathum und Merrill Fernando, als auch, insbesondere für neu hinzugekommene Mitglieder, weitere Hintergrundinformationen bezgl. des Kinderheims in Sri Lanka.

Anhang
Mail von Father Pathum und Merrill Fernando vom 14.12.2023

Dear Andreas,

The memories of 18 years journey with WFM, under your personal involvement could find unbelievable convenience for the children.
Having invested at Lunuwila by WFM, children could find comfort at least to have a good night sleep on a bed and to find cover against the rainy showers .
During your visits the children rallied round you and your friends to show their skills and fond of getting sweets from your friend .

The old memories are fascinating to refresh !!!!!!

Let me brief about the present situation of Salani Projects.

Due to the enormous hardships shouldered by our Late Founder Rev.Fr.,Frank Thissera, the Salani today stands high recognition in the society . Day by day it is blooming with positive reflection presently volunteered by young academic Fr. Pathum.

Thummodara has been recognized as the head quarters of Salani with the expansions donated by WFM with 305 perches new land. Whole area is now secured free from intruders thanks to your donations. Many new constructions works were completed and planning to have 2 major addition for the benefit of the children:

1- Constructing a few toilets , as the children finds some difficulties to get ready themselves to be punctual to the school.
It costs app Rs:500,000.00 ( Euro – 1,500.00 ??)

2- Solar Power Project. It is 20 KWs project Costing Rs:2.8 Mn + Rs:800,000.00 (Total Rs:3.65 Mn – Euro : 11,000.00 ?)
The ROI with the project is, once the project being implemented, by selling the energy to the grid , Salani can earn monthly Rs:50,000.00 .
Salani cost of energy becomes Zero. (Presently it is app Rs:40,000.00 +++)

Arachchikattuwa Project (Vocational Training Centre) … Where your plaque had finally replaced from Lunuwila Centre. The place is meant to give education for the unaffordable children and hire the building for Tuition classes.
The front face area expected to develop to have some shops. It needs further administrative boost to follow up.

New Project: Additional Location:

It is located app 15 minutes away from Salani main center. An old lady donated her land of 80 Perches (Half an acre) where a few buildings were erected.
There are 11 poor children (only boys) age between 7 – 16, are looked after guided by a matron, totally governed under Salani administration.

Kindly convey the best wishes and blessings of Children to the well wishers who always willing to help them.

Yours Sincerely Merrill Fernando and Rev.Fr.Pathum / Director.

Hintergrund und Zusatzinformationen
Wir für Menschen hat nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien am 26.12.2004 mit mehr als 200.000 Toten in Südostasien und 20.000 Toten in Sri Lanka ein Kinder- und Waisenheim in der Nähe von Negombo in Sri Lanka finanziert, sowie den Aufbau und die weitere Entwicklung begleitet. Das Heim wird von dem lokalen gemeinnützigen Verein „Salani“ unter Vorsitz des katholischen Priesters Father Nirmal Pathum betrieben. Wir für Menschen hat einen Sitz in deren Vorstand. Der 1. Vorsitzender von Wir für Menschen ist Ehrenvorstand bei Salani. Zwischen Salani und Wir für Menschen erfolgt bis heute eine enge Abstimmung

Salani betreibt mit unserer Unterstützung unverändert 2 Standorte. Das Kinderdorf in Thummodara, das über Jahre hinweg erweitert wurde und das sogenannte „Vocational Training Center“ in Chilaw. Im Kinderdorf, das aus 4-5 Gebäuden besteht, sind derzeit 46 Kinder untergebracht, 18 mehr als bei unserem letzten Besuch im März 2019. Überwiegend Mädchen, aber auch 7-8 Jungen. Das Kinderdorf war immer der große Traum von Father Frank. Er war unser erster Kontakt im Jahr 2005 und ist leider im September 2022 verstorben. Im Vocational Training Center in Chilaw werden die Kinder auf das reale Leben nach dem Heim vorbereitet. Sie erlernen ein Handwerk, manche schaffen es sogar bis zu einem Studium. Es werden dort aber auch Souvenirs wie z.B. Taschen, Rucksäcke und Schnitzereien hergestellt um einen Teil der Betriebskosten zu decken.

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Jahresbericht 2022

Sehr verehrte Mitglieder, Sponsoren, Interessenten und Freunde unseres Vereins,

im Anhang (unten) finden Sie einen Auszug des Protokolls unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung, Bilder vom „Vocational Training Center“ in Sri Lanka, Father Frank mit Kindern, Father Pathum mit Kindern und einen Mitgliedsantrag für alle Fälle.

Wie Sie weiter unten lesen können, hat sich doch so einiges getan. Natürlich können es immer auch mehr Projekte sein, aber zum einen ist es nicht ganz einfach die wirklich passenden satzungskonformen zu finden, zum anderen müssen sie auch „abgearbeitet“ werden, und wir sind ja alle ehrenamtlich tätig, und so soll es auch bleiben. Für jeden Hinweis von z.B. allen hier auf dem Verteiler sind wir sehr dankbar. Andererseits kann man auch sehen, wie schnell einmal echte Bedürftigkeit über Nacht auftreten kann, dann können wir schnell reagieren.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich für Ihre Unterstützung, zum Teil schon über viele Jahre, wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Frohes Weihnachtsfest und ein Frohes und gesundes Neues Jahr!

Viele Grüße
Andreas Drescher, stellvertretend für den gesamten Vorstand

    Auszug des Tätigkeitsberichts der Jahreshauptversammlung 2022:


Der Ursprung und die Gründung des Vereins gehen auf den verheerenden Tsunami in Südostasien vor 18 Jahren am 26.12.2004 mit mehr als 200.000 Toten in Südostasien und ca. 20.000 Toten ins Sri Lanka zurück. Aufgrund bestehender Kontakte der Vereinsgründer in Sri Lanka wurde dort danach die Errichtung eines Kinder- und Waisenhauses finanziert und unterstützt mit dem Ziel nachhaltig und langfristig Hilfe zu leisten. Diese Unterstützung findet bis heute statt, sowohl finanziell als auch durch regelmäßige Besuche vor Ort von 2004 bis 2019, also vor der Corona Pandemie. Der lokale gemeinnützige Verein „Salani“ arbeitet nach wie vor eng mit unserem Verein zusammen. Wir für Menschen hat einen ständigen Sitz bei Salani und der 1. Vorsitzende ist dort sogenannter Ehrenvorstand.

Status Kinder- und Waisenheim in Sri Lanka im Dezember 2022:
Salani betreibt mit unserer Unterstützung unverändert 2 Standorte. Das Kinderdorf in Thummodara, das über Jahre hinweg erweitert wurde und das sogenannte „Vocational Training Center“ in Chilaw. Im Kinderdorf, das aus 4-5 Gebäuden besteht, sind derzeit 46 Kinder untergebracht, 18 mehr als bei unserem letzten Besuch im März 2019. Überwiegend Mädchen, aber auch 7-8 Jungen. Das Kinderdorf war immer der große Traum von Father Frank. Im Vocational Training Center in Chilaw werden die Kinder auf das reale Leben nach dem Heim vorbereitet. Sie erlernen ein Handwerk, manche schaffen es sogar bis zu einem Studium. Es werden dort aber auch Souvenirs wie z.B. Taschen, Rucksäcke und Schnitzereien hergestellt, um einen Teil der Betriebskosten zu decken.

Es gibt leider auch eine sehr traurige Nachricht. Father Frank ist am 24.09.2022 in seinem 45. Dienstjahr nach langer Krankheit verstorben. Das hat mich und die, die ihn persönlich aus mehreren Besuchen gut kannten, wie z.B. Hans-Werner und Hans-Walter sehr betroffen. Die Frage „Wie geht es jetzt weiter?“ hat sich natürlich sofort gestellt und ich freue mich hierfür eine Antwort zu haben:

Neben Father Frank haben wir schon von Anfang an einen weiteren Ansprechpartner und Freund, Merrill Fernando. Er ist im Vorstand von Salani für die wirtschaftlichen Verhältnisse verantwortlich und hat in all den Jahren schon für und mit Father Frank den Kontakt zu uns gehalten und ihm betriebswirtschaftlich zur Seite gestanden. Er ist sehr vertrauenswürdig und kontrolliert auch die Finanzen von Salani.

Merrill hat mir am Mittwoch dieser Woche den Nachfolger von Father Frank, Father Nirmal Pathum während einer Videokonferenz vorgestellt. Father Pathum ist ein junger Priester, der auch vielfältigen Unterricht gibt. Er wurde sorgfältig für das Amt ausgewählt und wird im kommenden Januar auch in die Umgebung des Kinderdorfes ziehen. Ich habe ein längeres Gespräch mit ihm gehabt und einen sehr guten Eindruck gewonnen. Er ist sich bewusst ein großes Erbe angetreten zu haben und seine Vorstellungen von der zukünftigen Entwicklung decken sich doch sehr mit denen von Father Frank. Er hat mir von einem Ausflug mit den Kindern berichtet und auch Bilder geschickt.

Wir denken mit ihm als Nachfolger von Father Frank und mit Merrill als langjähriger zuverlässiger Kontaktperson, können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Sobald es die Umstände erlauben werden wir wieder nach Sri Lanka reisen.

Die Lage in Sri Lanka ist derzeit insgesamt noch sehr angespannt. Es kommen mehrere Faktoren zusammen, neben Corona sind es auch die wirtschaftliche Situation und politische Unruhen. So hat sich der Kurs der Rupie zum Euro im Jahr 2022 in etwa halbiert.

Father Nirmal Pathum mit den Kindern- 2022

Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz:
Dieses Hilfsprojekt lief von Juli 2021 bis März 2022:
• Telefonat von mir mit dem Bürgermeister der schwer betroffenen Gemeinde Schuld, Helmut Lussi, am Montag nach der Katastrophe (19.7.2021)
• Ich habe ihm kurz WFM vorgestellt und ihm unsere Vorgehensweise erläutert
• Er konnte uns verständlicherweise beim besten Willen keine Namen von betroffenen Familien geben, wie soll er das auch wissen

Er hat mir aber glaubhaft versichert, dass das von der Gemeinde eröffnete Spendenkonto nur allein von dem Gemeinderat kontrolliert wird (also keine Abhängigkeiten von Bund/Land) und sie dafür sorgen werden, dass Gelder unserer Satzung gemäß angewendet werden
• 19.7.: Mail von mir an alle Vereinsmitglieder, Information über mein Gespräch mit Herrn Lussi, Frage, ob jemand evtl. direkt Betroffene aus der Krisenregion kennt (dem war nicht so), einhellige Zustimmung für unsere Aktion
• 20.7.: Vorstandsbeschluss (einstimmig) zur Überweisung von 10.000 Euro zweckbestimmt gemäß unserer Satzung -> Geld überwiesen
• Telefonate mit dem Florstädter Bürgermeisters am 21.7., (selbst Gründungsmitglied) zwecks Abstimmung. Er hat mich informiert, dass er zu Spenden zugunsten WFM aufgerufen hat.
• Eingang diverser Spenden auf unserem Vereinskonto von Bürgern aus der Region, insgesamt 1.295 Euro, Stand 2.8.
• Weiteres Telefonat mit Herrn Lussi am 6.8. (siehe unten), er hat den Erhalt des Geldes bestätigt und sich noch einmal recht herzlich im Namen des Gemeinderates bedankt, insbesondere für die Schnelligkeit der Überweisung

Die Landfrauen Nieder-Mockstadt haben sich Ende letzten Jahres an uns gewandt und über die Möglichkeit einer Kooperation gesprochen. Da wir über bestehende seriöse Kontakte verfügt haben war das natürlich sehr sinnvoll. Nach einem Vorstandsbeschluss bei den Landfrauen und nach neuerlicher Rücksprache mit Herrn Lussi haben wir in diesem Jahr weitere 5.200 Euro überwiesen.

Paul aus Anklam in Mecklenburg-Vorpommern, von 2021 bis 2022:
Am 27.8.2021 haben wir (Wanderfreunde Aulendiebach) während eines verlängerten Wochenendes die Taxifahrerin Diana Krügel aus Anklam in Mecklenburg-Vorpommern kennen gelernt. Sie hat uns eine bittere Geschichte erzählt. Ihr jetzt 17-jähriger Sohn Paul wurde vor 10 Jahren ganz in der Nähe ihres Wohnhauses von einem Auto angefahren. Seitdem ist Paul vom Hals abwärts querschnittsgelähmt, geistig aber gesund. Sie machte jede mögliche Überstunde, um ihm seinen großen Traum zu erfüllen: Ein Elektrofahrrad, mit dem er und seine Mutter Ausflüge machen können. Eine Art Lastenfahrrad, auf dem man den Rollstuhl mitführen kann. Ein solches Gefährt kostet bis zu 10.000€. Auf meine Frage wieviel sie denn schon gespart hat antwortete sie 1.350 Euro.

Im Nachgang zu unserer letztjährigen Jahreshauptversammlung ist es unserem Vorstandsmitglied, Hans-Walter Reuss, gelungen ein entsprechendes Fahrrad als Vorführmodell für ca. 4.500 Euro ausfindig zu machen. Er hat für den Transport nach Anklam seinen Kleinbus zur Verfügung gestellt und unser Vorstandsmitglied, Frank Ulrich, hat einen Fahrer besorgt. Beides ohne Kosten für den Verein. Dadurch konnten wir das Fahrrad rechtzeitig für die Frühjahrs- Sommersaison diesen Jahres zu dem Jungen und seiner Mutter bringen. Eine unbeschreibliche Freude.

Sonstige Projekte und Beratungen:
Vom Vorstand aus leisten wir auch weitere Beratungsleistungen, bzw. Hilfe zur Selbsthilfe. So z.B. aktuell in der Region Vogelsberg. Oftmals reicht da schon das jeweilige Fachwissen in Kombination mit den bestehenden Netzwerken ganz nach dem Motto „Ich kenne jemanden der das kann.“ aus, um wertvolle Hilfe zu leisten. Wir haben uns wie jedes Jahr mit diversen weiteren Fällen beschäftigt, bei denen wir aber nach gründlicher Prüfung letztendlich eine Absage erteilen mussten, da sie nicht unserer Satzung entsprochen haben.

Fazit:
Unser Hauptprojekt, das Kinderheim Salani in Sri Lanka entwickelt sich trotz des Todes von Father Frank weiterhin sehr gut und hat sich in den 18 Jahren als nachhaltig bewährt.

Wir sind aber jederzeit auch regional, im Inland und in anderen aus unserer Sicht sinnvollen internationalen Fällen (z.B. Unterstützung des Baus einer Wasserleitung in Uganda in Zusammenarbeit mit Lisa-Mareen Walter aus Florstadt in 2019) tätig.

An Beispielen wie der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021, oder auch an Paul aus Anklam kann man sehen, wie schnell eine unvorhersehbare kritische Situation eintreten kann, wie gut sich unsere Satzung dann anwenden lässt und wie wichtig es ist ein finanzielles Polster zu haben mit dem man sofort und unbürokratisch helfen kann.

Wir sind weiterhin auch sehr offen für Kooperationen mit anderen Hilfsorganisationen.

Des Weiteren freuen wir uns, zwei neue, junge Mitglieder in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.

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Mitgliederbericht 2022

Verehrte Mitglieder, Sponsoren und Gönner unseres Vereins,

ich möchte Sie/Euch alle wieder einmal in Kürze über unsere aktuellen Aktivitäten informieren. Im Anhang (ganz unten) mein Bericht von der letzten Jahreshauptversammlung mit weiteren Details. Unser Projekt in Sri Lanka ist ja hinlänglich bekannt (siehe auch unten), dort geht es kontinuierlich weiter, auch wenn wir aus bekannten Gründen unser letzter Besuch (März 2019) jetzt 3 Jahre zurück liegt.

In Anbetracht der aktuellen Ereignisse ist die Flutkatastrophe im Ahrtal im letzten Sommer sehr in den Hintergrund gerückt. Wir haben nur wenige Tage nach der Flut schnell und unbürokratisch 10.000 Euro an Soforthilfe an die Gemeinde Schuld überwiesen. Dem vorausgegangen sind Gespräche mit dem Ortsbürgermeister (bei uns in Hessen vergleichbar mit Ortsvorsteher, ebenfalls ehrenamtlich tätig) Herrn Helmut Lussi. Der Ortsbeirat hatte ein nur von ihm kontrolliertes Spendenkonto eingerichtet, ist ja auch sehr nahe am Geschehen und kann am besten beurteilen welche Familien am stärksten betroffen sind. Im weiteren Verlauf haben die Landfrauen Nieder-Mockstadt mit Wir für Menschen Kontakt aufgenommen und im Vorstand beschlossen weitere 5.200 Euro zu spenden weil auch sie davon überzeugt waren das das Geld dort ankommt wo es auch hingehört. Die Hilfe ist schnell, direkt, unbürokratisch und ganz ohne indirekte Kosten erfolgt, ganz wie in der WFM Satzung festgeschrieben.

Im Anhang der Bericht des 1. Vorsitzenden in der Jahreshauptversammlung 2021. Dieser gibt einen kurzen Überblick über weitere Aktivitäten des Vereins. Bezgl. Paul aus Anklam (ganz unten im Bericht) gibt es Neuigkeiten: Einem technisch versierten Vorstandsmitglied ist es gelungen ein Vorführmodel eines elektrischen Lastenfahrrads ausfindig zu machen. Nach seiner Prüfung haben wir das Gefährt günstig kaufen können. Wir müssen es nun noch von Ranstadt-Dauernheim nach Anklam transportieren, was nicht so einfach ist. Möglicherweise bekommen wir da Hilfe von einem sehr großen Logistikkonzern, wir werden sehen. So oder so werden es Paul und seine Mutter in dieser Frühjahrs-/Sommersaison zur Verfügung haben.

Der Vorstand möchte sich noch einmal bei Euch/Ihnen allen für die jahrelange Treue und die Unterstützung, in welcher Form auch immer, bedanken.

Herzliche Grüße

Andreas Drescher
1. Vorsitzender
Wir für Menschen e.V.
www.wir-fuer-menschen.de

Anhang:

Bericht des 1. Vorsitzenden bei der Jahreshauptversammlung vom 08.09.2021

Kinder- und Waisenheim Salani in Sri Lanka

Wir für Menschen hat nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien am 26.12.2004 mit mehr als 200.000 Toten in Südostasien und 20.000 Toten in Sri Lanka ein Kinder- und Waisenheim in der Nähe von Negombo in Sri Lanka finanziert, sowie den Aufbau und die weitere Entwicklung begleitet. Das Heim wird von dem lokalen gemeinnützigen Verein „Salani“ unter Vorsitz des katholischen Priesters Father Frank betrieben. Wir für Menschen hat einen Sitz in deren Vorstand. Der 1. Vorsitzender von Wir für Menschen ist Ehrenvorstand bei Salani. Zwischen Salani und Wir für Menschen erfolgt bis heute eine enge Abstimmung.

Das ursprüngliche Gebäude in Lunuwila wurde im Jahr 2015 für ca. 85.000 Euro mit einem Gewinn von ca. 26.000 Euro verkauft. Das Geld wurde zum Teil für die Erweiterung auf dem bestehenden Gelände in Thummodara und dem Neubau des sogenannten „Vocational Training Centers“ VTC in Chilaw eingesetzt und damit Father Franks Traum von einem Kinderdorf und einer Einrichtung zur Vorbereitung auf das Berufslebens nahezu verwirklicht.

Bedingt durch die Corona Pandemie konnten wir letztes und dieses Jahr das Kinderheim nicht wie gewohnt besuchen. Der letzte Besuch im März 2019 stattgefunden (Hans-Werner Gierhardt, Andreas Drescher, Hans-Walter Reuss):
Im „Kinderdorf“ in Thummodara waren zu da 28 Mädchen untergebracht. Wir erinnern uns, Thummodara und Lunuwila wurden im Jahr 2015 zusammengelegt, um Synergieeffekte zu erzielen und die Vision eines Kinderdorfes zu verwirklichen. Im hinteren Bereich, parallel zum Hauptgebäude, wurde gerade ein neuer Anbau errichtet, dieser dürfte jetzt fertigestellt sein. Im Erdgeschoss sind ein Versammlungsraum und Unterrichtsräume entstanden, im Obergeschoss Schlafräume, die auch als Ausweichräume im Fall von Überflutungen dienen. Diese sind derzeit leider unvermeidlich und kommen 1-2-mal pro Jahr vor. Das neue Gebäude liegt etwas erhöht und bietet sich demzufolge entsprechend Schutz. Das an dieses Gebäude angrenzte Grundstück steht zum Verkauf und bietet sich als Erweiterungsfläche an, ein weiterer Schritt in Richtung Kinderdorf.

Das Vocational Training Center (VTC) in der Nähe von Chilaw ist mittlerweile in Betrieb. Hier sollen Jungen und Mädchen auf das reale Leben in Sri Lanka nach der Schule vorbereitet werden. Die Kinder erlernen handwerkliche Berufe und stellen dabei gleichzeitig einfache Produkte zum Verkauf her, um zumindest Teile der Betriebskosten zu decken. So z.B. Souvenirs wie Taschen, Rucksäcke, Schnitzereien und Bilder.

Bis zur vollständigen Fertigstellung waren damals noch einige Maßnahmen erforderlich, z.B. Fertigstellung Küche, Schlafraum für Jungen, Außenanlage. Das VTC wurde ja im Wesentlichen vom Verkaufserlös des ursprünglichen Kinderheims in Lunuwila finanziert, deswegen ist dort auch unsere Granittafel angebracht.

Für die Fertigstellung der angefangenen Projekte in Thummodara und im VTC in Chilaw, für neue Maßnahmen sowie für die Erweiterung des Kinderdorfes Thummodara haben wir im April 2019 28.000 Euro überwiesen.

Im August 2021 hatte Father Frank sein 44-jähriges Dienstjubiläum. Dies wurde unter Beachtung von Corona Regeln gefeiert. Auf Wunsch zeige ich gerne am Ende der Sitzung Bilder vom Kinderheim und auch der Jubiläumsfeier.

Unterstützung eines stark hilfsbedürftigen jungen Mannes in Ranstadt – Ober-Mockstadt (Zusammenarbeit mit Hand in Hand, Altenstadt)

Dieser Fall begann in Jahr 2019 und wurde im Jahr 2020 abgeschlossen. Hans-Werner Gierhardt, Architekt und 2. Vorsitzender unseres Vereins hat in mehreren ehrenamtlichen Einsätzen den schwierigen Einbau eines dringend benötigten Aufzuges in ein älteres Fachwerkhaus ermöglicht. Hierbei wurden ihm bekannte Statiker und eine Baufirma eingesetzt, die mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis gearbeitet haben. Wir für Menschen hat hier insgesamt ca. 15.000 Euro investiert.

Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

• Telefonat von mir mit dem Bürgermeister der extrem schwer betroffenen Gemeinde Schuld, Helmut Lussi, am Montag nach der Katastrophe (19.7.2021)
• Ich habe ihm kurz WFM vorgestellt und ihm unsere Vorgehensweise erläutert
• Er konnte uns verständlicherweise beim besten Willen keine Namen von betroffenen Familien geben, wie soll er das auch wissen
Er hat mir aber glaubhaft versichert, dass das von der Gemeinde eröffnete Spendenkonto nur allein von dem Gemeinderat kontrolliert wird (also keine Abhängigkeiten von Bund/Land) und sie dafür sorgen werden, dass Gelder unserer Satzung gemäß angewendet werden
• 19.7.: Mail von mir an alle Vereinsmitglieder, Information über mein Gespräch mit Herrn Lussi, Frage, ob jemand evtl. direkt Betroffene aus der Krisenregion kennt (dem war nicht so), einhellige Zustimmung für unsere Aktion
• 20.7.: Vorstandsbeschluss (einstimmig) zur Überweisung von 10.000 Euro zweckbestimmt gemäß unserer Satzung -> Geld überwiesen
• Telefonate mit unserem Bürgermeister am 21.7., Herbert Unger (selbst Gründungsmitglied) zwecks Abstimmung. Er hat mich informiert, dass er zu Spenden zugunsten WFM aufgerufen hat.
• Eingang diverser Spenden auf unserem Vereinskonto von Bürgern aus der Region, insgesamt 1.295 Euro, Stand 2.8.
• Weiteres Telefonat mit Herrn Lussi am 6.8. (siehe unten), er hat den Erhalt des Geldes bestätigt und sich noch einmal recht herzlich im Namen des Gemeinderates bedankt, insbesondere für die Schnelligkeit der Überweisung

Wir sind in Kontakt mit den Landfrauen Nieder-Mockstadt. Möglicherweise kooperieren wir in Sachen Flutkatastrophe.

Neuer Fall:

Paul aus Anklam in Mecklenburg Vorpommern

Am 27.8.2021 haben wir (Wanderfreunde Aulendiebach) während eines verlängerten Wochenendes die Taxifahrerin Diana Krügel aus Anklam in Mecklenburg-Vorpommern kennen gelernt. Sie hat uns eine bittere Geschichte erzählt. Ihr jetzt 17-jähriger Sohn Paul wurde vor 10 Jahren ganz in der Nähe ihres Wohnhauses von einem Auto erfasst und 50 Meter durch die Luft geschleudert. Seitdem ist Paul vom Hals abwärts querschnittsgelähmt, geistig aber gesund. Sie macht jede mögliche Überstunde, um ihm seinen großen Traum zu erfüllen: Ein Elektrofahrrad, mit dem er und seine Mutter Ausflüge machen können. Eine Art Lastenfahrrad auf dem man den Rollstuhl integrieren kann (so zumindest mein Verständnis). Ein solches Gefährt kostet nach ihrer Aussage ca. 4.500 Euro. Auf meine Frage wieviel sie denn schon gespart hat antwortete sie 1.350 Euro.

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Besuchsbericht Sri Lanka vom 20.03.2019

Besuchsbericht Sri Lanka vom 20.03.2019

Im „Kinderdorf“ in Thummodara sind derzeit 28 Mädchen untergebracht. Wir erinnern uns, Thummodara und Lunuwila wurden im Jahr 2015 zusammengelegt um Synergieeffekte zu erzielen und die Vision eines Kinderdorfes zu verwirklichen. Im hinteren Bereich, parallel zum Hauptgebäude, wird gerade ein neuer Anbau errichtet (siehe erstes Bild unten). Im Erdgeschoss sollen ein Versammlungsraum und Unterrichtsräume entstehen, im Obergeschoss Schlafräume, die auch als Ausweichräume im Fall von Überflutungen dienen. Diese sind derzeit leider unvermeidlich und kommen 1-2 mal pro Jahr vor. Das neue Gebäude liegt etwas erhöht und bietet sich demzufolge als Ausweichmöglichkeit an. Das an dieses Gebäude angrenzte Grundstück steht zum Verkauf und bietet sich als Erweiterungsfläche an, ein weiterer Schritt in Richtung Kinderdorf.

Wir haben die Kinder wieder mit ein paar Süßigkeiten beschenkt. Father Frank und Merrill Fernando haben uns über die Entwicklung einiger „Ehemaliger“ berichtet. Gerade im Februar hat ein Mädchen geheiratet, ein mittlerweile 18 jähriger Junge, der seit seinem 5. Lebensjahr im Kinderheim war, ist extra gekommen um uns zu begrüßen.

Das Vocational Training Center (VTC) in der Nähe von Chilaw ist mittlerweile in Betrieb. Hier sollen Jungen und Mädchen auf das reale Leben in Sri Lanka nach der Schule vorbereitet werden. Die Kinder erlernen handwerkliche Berufe und stellen dabei gleichzeitig einfache Produkte zum Verkauf her um zumindest Teile der Betriebskosten zu decken. So z. B. Souvenirs wie Taschen, Rucksäcke, Schnitzereien und Bilder.

Bis zur vollständigen Fertigstellung sind jedoch noch einige Maßnahmen erforderlich, z.B. Fertigstellung Küche, Schlafraum für Jungen, Außenanlage. Das VTC wurde ja im Wesentlichen vom Verkaufserlös des ursprünglichen Kinderheims in Lunuwila finanziert, deswegen ist dort auch unsere Granittafel angebracht.

Für die Fertigstellung der angefangenen Projekte in Thummodara und im VTC in Chilaw, für neue Maßnahmen sowie für die Erweiterung des Kinderdorfes Thummodara haben wir einen Betrag von bis zu 30.000 Euro zugesagt und im April 28.000 Euro überwiesen. Weiterhin möchten wir 1.500 € pro Quartal für die Lebenshaltungskosten überweisen.

Erweiterungsbau im Kinderdorf Thummodara

Neues „Vocational Training Center“ (VTC) in Rajakadalua

Produkte aus dem Vocational Training Center

Im Kinderdorf Thummodara

Von links: Father Frank, Madusha (war ab 2006 viele Jahre in Lunuwila), Andreas Drescher

WFM Tafel am Gebäude

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Besuchsbericht Kinderheim „St. Anne’s Children Home“ in Tummodara am 10.12.2015

Besuchsbericht Kinderheim „St. Anne’s Children Home“ in Tummodara am 10.12.2015

Fakten aus dem Gespräch mit Father Frank und Merrill:

Verkaufspreis Lunuwila                      13,0 Mio Rps
Kosten in 2005/6 ohne Land            5,4 Mio Rps
Anteil WFM 2005/6                          4,0 Mio Rps

Neubau Tummodara (Angebot)                16,0 Mio Rps
Landkauf Tummodara Father Frank         1,0 Mio Rps   (ca. 2013)
Landkauf neu (40.000 Rps/Perch)     2,0 Mio Rps   (in 2016)

Personalkosten pro Monat derzeit   75.000 Rps

Mail vom 20.12.2015:

Sehr geehrte Mitglieder, Paten und Freunde unseres Vereins,
wie in jedem Jahr möchten wir Euch am Jahresende über den Stand der Dinge in unserem Kinderheim in Lunuwila und zukünftig Tummodara informieren. Unser (Hans-Werner Giehardt, Andreas Drescher) diesjähriger Besuch in Sri Lanka hat am 10.12.2015 stattgefunden. Wie schon seit vielen Jahren haben wir uns wieder intensiv mit Father Frank Tissera (Leiter der Kinderheime; siehe Google: Father Frank Tissera) und Merrill Fernando (Vorstandsmitglied im lokalen gemeinnützigen Verein „Salani“, siehe Google: Merrill Fernando Salani) ausgetauscht. Im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel in Sri Lanka ist Merrill, einer unserer langjährigen Vertrauten in Sri Lanka, zum Staatssekretär für „National Policies & Economic Affairs“ aufgestiegen, was für unsere Vereinsarbeit sicherlich nur hilfreich sein kann.

Wie in unseren vorhergehenden Berichten angekündigt und erläutert verfolgen wir ja seit längerem das Ziel der Zusammenlegung der Kinderheime in Lunuwila und Tummodara am Standort Tummodara um für die Zukunft wichtige Synergieeffekte (Reduzierung der Betriebskosten, insbesondere Personal; nur eine Küche; kürzerer Weg zur Schule; Bahnhof in der Nähe; die Großen helfen den Kleinen, …) zu erzielen. Weitere Details finden sich in unseren alten Besuchsberichten.

Wir freuen uns sehr Euch nun über einen wichtigen Meilenstein zur Erreichung dieses Ziels und gleichzeitig auch für Father Franks Traum von einem „Children Village“ berichten zu können.

Dem Vorstand von Salani ist es gelungen das Kinderheim in Lunuwila zum doppelten Preis (im Vergleich zu den Erstellungskosten in 2005/6) zu verkaufen, d.h. der Einsatz unseres Vereins konnte verdoppelt werden. Vor einem Jahr hatten wir gemeinsam vereinbart nur bei einem angemessenen Preis zu verkaufen, die Geduld hat sich gelohnt. In Lunuwila werden zukünftig pflegebedürftige ältere, teilweise auch vom Bürgerkrieg gezeichnete Menschen einziehen und betreut.

Der Verkaufserlös wird in das neue zusätzliche Gebäude in Tummodara investiert. Vorher muss hier noch ein Landkauf getätigt werden. Wir haben persönlich auch den potenziellen Verkäufer besucht und die Chancen eines Verkaufs stehen sehr gut. Mit dem Vorteil des erzielten hohen Verkaufspreises für Lunuwila geht natürlich der Nachteil einher, dass die aktuellen Baukosten deutlich höher sind als in den Jahren 2005/6. Nach unseren aktuellen Berechnungen und Planungen reicht aber der Verkaufserlös plus die für Sri Lanka zweckbestimmten Spenden der letzten 3 Jahre aus um die Kosten für den Neubau zu decken. Glücklicherweise haben wir diese Spenden nicht in den bestehenden Bau in Lunuwila investiert (das wäre sicherlich beim Verkauf nicht mitbezahlt worden) sondern einfach angespart. Selbst eventuell auftretende Lücken könnten wir bewältigen.

Es gibt schon erste Baupläne und Kostenvoranschläge die wir gemeinsam durchgesprochen haben. Hans-Werner ist Architekt, was uns sicherlich in dieser Phase sehr zu Gute kommt. Auszahlungen werden wir, wie allgemein üblich, nur nach Baufortschritt vornehmen.

Wir haben natürlich auch wieder die Kinder besucht und ihnen Geschenke mitgebracht. In der Zwischenzeit und nach 10 Jahren sind natürlich die meisten der Kinder aus den Anfangsjahren schon nicht mehr im Heim, sondern haben eine Berufsausbildung gemacht, sind in Berufen und haben teilweise sogar studiert. „Unsere Zwillinge“, Sanduni und Asha, wohnen allerdings nach wie vor noch bei uns. Im Anhang ein Bild von den beiden aus dem Jahr 2005 und eins 10 Jahre später. Diese Entwicklung über all die Jahre mit zu verfolgen ist schon eine tolle Erfahrung.

Ein großes Thema für Father Frank und den Vorstand ist und bleibt die Bewältigung der Betriebskosten, insbesondere Personal. Die wenigen lokalen Spenden reichen dafür nicht aus. Auch an dieser Stelle werden wir weiter unterstützen und suchen dafür weiterhin ………

…………. neue Vereinsmitglieder und/oder Paten für das Kinderdorf. Im Anhang finden Sie vorsorglich die entsprechenden Formulare. Vielleicht gibt es ja jemand in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis. Vielen Dank schon einmal vorab. Zur Erinnerung: Wir sind ein als mildtätig/gemeinnütziger und auch eingetragener Verein und können somit Spendenquittungen ausstellen, die vom Finanzamt anerkannt werden. Wir haben auch keine nennenswerten indirekten Kosten und arbeiten alle zu 100 % ehrenamtlich.

Außer in Sri Lanka sind wir auch in diesem Jahr im Inland und regional tätig gewesen. Dies reicht von Leistungen, wie z.B. kostenloser Beratung in schwierigen finanziellen/gesundheitlichen Situationen bis zu finanzieller, zweckbestimmter Unterstützung (wir überweisen kein Geld direkt, sondern kaufen das wirklich Notwendige) im Bereich der Altersarmut oder auch für Therapien von Kindern, die von anderer Seite nicht bezahlt werden.

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich für die Unterstützung, die Treue zu unserem Verein und das Interesse an unseren Aktivitäten. Bitte erzählen Sie es weiter.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Drescher
1 Vorsitzender

Hans-Werner Gierhardt
2 Vorsitzender

Wir für Menschen e.V.                            .

 

P.S. wie immer folgender wichtiger Hinweis: die Reisekosten im Zusammenhang mit dem Besuch in Sri Lanka sind von uns zu 100% privat getragen worden. Wie schon im Text oben erwähnt gibt es derzeit keine nennenswerten indirekten Kosten (Ausnahmen: Kontogebühren, in 2016 evtl. neue Website)

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Besuch unseres Kinderheims 2014

Unser Kinderheim in Sri Lanka Besuchbericht am 9.12.2014

am 9.12.2014 haben wir (Andreas Drescher, 1. Vorsitzender und Hans Werner Gierhardt, 2. Vorsitzender) wieder unser Kinderheim in Lunuwila und auch das angegliederte Kinderheim in Tummodare in Sri Lanka besucht um uns einen Überblick über die aktuelle Lage zu verschaffen und die weitere Entwicklung mit unseren langjährigen Partnern, Father Frank Tissera (Leiter des Kinderheims) und Merrill Fernando (Vorstand im gemeinnützigen lokalen Verein „Salani“) zu besprechen. Wir hatten auch genügend Gelegenheit uns vom Wohl der Kinder in beiden Häusern zu überzeugen. Im Anschluss waren wir dann gemeinsam zu einem Gespräch mit dem Sozialminister der Distriktregierung, Herrn Sandhya S. Rajapaksha, eingeladen um uns abzustimmen und sicherzustellen, dass unsere Planungen mit den Vorstellungen der Regierung übereinstimmen.

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Kinderheim Lunuwila Besuch 2013

Kinderheim LunuwilaBesuchsbericht vom 4. und 12. April 2013


Sehr geehrte Mitglieder, Paten und Freunde unseres Vereins,

im April diesen Jahres war ich wieder in Sri Lanka um unser Kinderheim in Lunuwila und Vorstandsmitglieder des gemeinnützigen Vereins „Salani“ (unser lokaler Partner und Betreiber unseres Heims) zu besuchen.

Die vielen Gespräche und Aktivitäten seit unserem letzten Besuch im Februar 2012 haben zu der Erkenntnis geführt, dass es sinnvoll ist weiter in den Ausbau und die Renovierung unseres Kinderheims in Lunuwila zu investieren. Die im letzten Jahr angedachte Zusammenlegung der Kinderheime Lunuwila und Thumodere ist u.a. aus Kostengründen nicht zu realisieren.

 

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